BERUFung HUND e.V.

Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen des Hundes beim Tierarzt

Weshalb?
Auch wenn man sehr auf die Gesundheit des eigenen Hundes achtet und ihn sorgfältig beobachtet, sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Tierarzt sinnvoll und sehr wichtig.
Diese regelmäßigen Routineuntersuchungen helfen, den aktuellen Gesundheitszustand des Hundes zu bewerten und richtig einzuschätzen. Erfahrungsgemäß werden schleichende Veränderungen oder Verschlechterungen des Gesundheitszustandes beim eigenen Hund wenig oder erst sehr spät wahrgenommen, da man das eigene Tier täglich um sich hat und diese Prozesse so langsam ablaufen, dass sie einem selber kaum auffallen.
Der Tierarzt hingegen beurteilt objektiv und kann so bereits entstandene oder gerade entstehende Gesundheitsprobleme oder Verschlechterungen des Allgemeinzustandes möglichst frühzeitig erkennen und diese rechtzeitig und adäquat behandeln.
Bitte warten Sie mit dem Tierarztbesuch nicht, bis sich der Gesundheitszustand Ihres Hundes gravierend verschlechtert hat und ganz offensichtlich dringend tiermedizinische Hilfe notwendig wird, weil sich Erkrankungen bereits in fortgeschrittenem Stadium befinden.
Beugen Sie dem so gut wie möglich durch regelmäßige Gesundheitsvorsorgeuntersuchungen vor.

Impfungen, Entwurmungen
Bei den regelmäßigen Kontrolluntersuchungen können zudem notwendige Impfungen oder anstehende Anti-Parasiten-Behandlungen nach positivem Befund, wie z.B. Entwurmungen, durchgeführt werden - sofern aus gesundheitlichen Gründen nichts dagegen spricht.

Wann und wie oft?
Hunde bis zu einem Alter von 12 Jahren sollten generell einmal jährlich dem Tierarzt vorgestellt werden,
ab einem Alter von 12 Jahren sind dann halbjährliche Kontrolluntersuchungen sinnvoll.

Was sollte untersucht werden?
Wichtig sind eine gründliche Allgemeinuntersuchung von:

  • Augen
  • Ohren
  • Zähnen
  • Haut
  • Analdrüsen
  • Herz
  • Kreislauf
  • Bewegungsapparat

Bei Hunden großer Rassen sollte generell spätestens ab einem Alter von 11 Jahren und bei Hunden kleinerer Rassen ab einem Alter von 13 Jahren Blut für eine Laborkontrolle (Geriatrie-Check, beinhaltet Blutbild, Schilddrüsen-, Leber-, Nierenwerte, Glukose) abgenommen werden.
Darüber hinaus sollten weitere Untersuchungen und Laboruntersuchungen selbstverständlich immer dann gemacht werden, wenn Auffälligkeiten festgestellt wurden.

Ältere Hunde
Ältere Hunde entwickeln zunehmend besondere Bedürfnisse.
Sie können an einer Verminderung bis hin zu einem Verlust der Seh- und/oder Hörfähigkeit oder an verschiedenen Problemen des Organ- und Bewegungsapparates leiden. Auffallende Lethargie und weniger Bewegungs- und Lebensfreude deutet man häufig als altersbedingt. Natürlich bewegen sich alte Hunde weniger, jedoch können auch Schmerzen oder die Folge organischer Störungen dahinter stecken, weil auch diese Prozesse immer wieder schleichend verlaufen. Hier sollte man in jedem Fall sorgfältig abklären, warum der Hund sich so zeigt.
Viele der im Alter auftretenden Beschwerden, können zwar nicht mehr vollständig geheilt werden, jedoch lassen sie sich häufig durch qualifizierte veterinärmedizinische Hilfe oder Veränderungen im Alltag oder Umfeld des Hundes beheben oder verbessern. Ihr Tierarzt kann Ihnen dabei sicher mit Rat und Tat zur Seite stehen.
Oft kann der Alterungsprozess dadurch verlangsamt und dem Hund noch für lange Zeit eine möglichst hohe Lebensqualität aufrecht erhalten werden.

Fazit
Stellen Sie durch regelmäßige Kontrolluntersuchungen Ihres Hundes beim Tierarzt sicher, dass auch schon kleine Verschlechterungen oder Veränderungen des Gesundheitszustandes Ihres Hundes rechtzeitig erkannt werden.
Ihrem Hund zuliebe, denn „Vorbeugung ist die beste Medizin“ 

© Petra Techert 2010, www.pfotenlesen.de

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