Kongfütterung oder ein anderer Begriff, der es besser trifft, slow food, ist eine Möglichkeit dem Hund mehr als nur Futter zu geben.

Wie der Begriff slow food schon zeigt, soll der Hund sein Futter etwas langsamer wie üblich fressen. Dies kann man dem Hund nicht per Erzeihung beibringen, deshalb müssen wir dem Hund das Futter entsprechend „präsentieren“.
Genau das kann man machen, indem man das Futter nicht mehr einfach nur in die Futterschüssel gibt, sondern der Hund es sich aus einem anderen Objekt „erarbeiten“ muss.
Die Idee des slow food ist aber nicht zu verwechseln mit der Idee, dass der Hund für alles „arbeiten“ muss.
Die Grundidee von slow food ist, dass der Hund länger etwas von seiner Fütterungszeit hat. Das hat folgende Vorteile:
Wie „verlängern“ wir dem Hund jetzt sein Futterzeit? In welche Objekte kann man Futter verpacken?
Eine Möglichkeit ist es, ein Gummiobjekt (Kong) mit verschiedenen Futtermitteln zu füllen. Der Kong hat eine kleine und eine größere Öffnung. Die kleine Öffnung wird mit Hilfe eines Leckerlis verschlossen und dann der ganze Kong zum Beispiel mit Joghurt gefüllt. An diese Leckerei kommt der Hund mit etwas Geduld und mit Hilfe seiner Zunge. Hat der Hund so die ersten Erfahrungen mit dem Kong gemacht, so kann man den Kong mit immer anderen Futtermitteln füllen, oder den Kong gefüllt einfrieren und so das Fressen noch mal erschweren und verlängern. Wichtig ist, dass der Hund immer mit Freude und mit Erfolg den Kong bearbeitet und man am Anfang nicht zu schwierige Kongs macht. Später kann man den Kong regelrecht stopfen, so dass der Hund mit Lecken und Kauen und Stupsen oder Hinwerfen etc. erst Erfolg hat. Macht man die Kongfüllung zu schnell zu schwierig, kann der Hund den Spass daran verlieren und gibt auf. Das ist nicht das Ziel!
Eine andere Möglichkeit ist es Trockenfutter oder trockene Leckerlis in verschiedene Pappbehälter zu verpacken, wie zum Beispiel Toilettenpapierrollen oder Schuhkartons. Bitte achten Sie darauf, dass keine spitzen und gefährlichen Dinge den Hund verletzen können.
Auch hier kann man die Anforderungen immer weiter steigern, den Fähigkeiten des Hundes angepasst.
Wenn Sie noch Ideen suchen, schauen Sie doch mal auf www.spass-mit-hund.de nach und lassen Sie sich inspirieren.Wir wünschen Ihnen und Ihren Hunden viel Spass beim Ausprobieren und beim Herausfinden wer der bessere und einfallsreicher Künstler ist; der Verpackungskünstler oder der Entpackungskünstler.
© Heike Westedt, www.dogtalk.ch
Ausgabe 09/2011
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